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unterhaltsamer Geschichten

Wo kommen die Ideen her?

Wo kommen die Ideen her? Eine der häufigsten Fragen die man als Comedian, Kabarettist aber auch als Autor gestellt bekommt ist: »Wo bekommst du deine Ideen her?« Es wäre so schön, wenn Ideen einfach so plötzlich aus dem Nichts auftauchen würden. So wie es uns Filme und Mythen glauben machen wollen. Der Held sitzt im Café, sieht sich um und plötzlich ist sie da. Die grandiose Story-Idee, der perfekte Gag und die fesselnde Geschichte. Wer würde nicht gerne diese geheime Technik kennen, mit der manche scheinbar so einfach ein grandioses Programm nach dem anderen, oder einen Bestseller gefolgt vom nächsten, aus dem Ärmel schütteln?

Jeder hat den Schlüssel in sich

Die brutale Wahrheit. Es gibt die geheime Technik nicht. Das ist die unangenehme Nachricht. Die gute Nachricht ist, dass jeder von uns den Universalschlüssel zu fesselnden und unterhaltsamen Geschichten in sich trägt. In Wahrheit hat jeder von uns mehr Ideen und Gedanken als er oder sie je aufschreiben könnte. Das Problem ist also nicht, dass wir die Geschichten und Pointen nicht schon in uns tragen würden, das Problem ist, dass wir nicht gelernt haben sie in die Welt hinauszulassen.

In jeder Anleitung zum kreativen Schreiben – und natürlich auch Comedy-Schreiben – wird uns gesagt, dass wir mit einer klaren Prämisse oder Story-Idee beginnen sollen. Was kaum beschrieben und erklärt wird ist, woher diese Idee denn kommen soll? Und genau das hat diesen Mythos geschaffen, der besagt, dass manche diese Ideen in sich tragen, manche nicht und somit Talent haben oder nicht. Blödsinn! Die Ideenfindung ist nicht ein plötzliches Event sondern ein langer Prozess.

Zu oft glauben wir, dass die Erschaffung von Comedy-Material oder Romaninhalten mit einer plötzlichen Erleuchtung einhergeht, die uns eine Geschichte offenbart, die wir einfach nicht gesehen hatten. Eine Idee, die dann ausgebaut und angefettet wird und so zur perfekten Story oder Pointe wird. So ist es aber nicht. Ideen, Geschichten und Gags zu finden ist in sich schon der Prozess, also ein Prinzip, das man mit dem wunderbaren Zitat: »Der Weg ist das Ziel«, schön umschreiben kann.

Das Geheimnis der Ideen-Quelle

Tja, und jetzt kommt das große Geheimnis. Um tolle Texte, Gags und Geschichten schreiben zu können, muss man einfach nur schreiben. Große Ideen kommen allein durch die Aktivität des Schreibens. Ich kann direkt spüren wie dankbar du mir für diese grandiosen Tipp bist. »Super, Niko, bist ein Genie. Und jetzt? Was soll ich schreiben? Das ist ja mein Problem. Hätte ich ein tolle Idee, wäre ich schon längst am Keyboard!« Ok, kann ich nachvollziehen.

Nächste Überraschung. Um zu schreiben braucht man keine fertige Idee, Story oder einen Plan. Genau das Festhalten an diesem Gerücht hält uns nämlich vom schreiben ab. Eigentlich braucht man nur eine ganz kleine Inspiration um loszulegen.

Kleine Text-Pflänzchen

Mach dir Notizen zu Themen. Sammle Gefühle, Eindrücke und Emotionen. Du hast ja sicher immer ein Notizbuch, Smart-Phone, Tablet, etc. dabei. (»Natürlich Niko.«) Schreib keine Geschichten, nur Stichworte (außer es kommt dir in einem der Momente wirklich so eine tolle Erleuchtung, dass daraus in 10 Stunden ein Roman wird). Worüber Notizen machen? Über alles und jeden! Immer nur Stichworte.

  • Beschreib den Raum in dem du gerade sitzt – Wie sehen die Möbel aus? Ist der Tisch aufgeräumt? Sin dir die Beine auf der Kloschüssel schon eingeschlafen? Stinkt es?…

  • Beschreib deinen größten Feind – Wie sieht er aus? Wäscht er sich? Was hasst du an ihm/ihr am meisten? Warum ist er/sie dein Feind?…

  • Schreib einen Dialogfetzen auf – Was haben die Kids in der U-Bahn gerade besprochen? Was hat die Frau im Café laut ins Handy gebrüllt? Wie hat der Zugbegleiter die Verspätung begründet?…

  • Eine andere Welt – Wo wärest du gerade lieber? Du bist Gott – wie hättest du die Welt designed? Welche Superkraft hättest du gerne? Warum?…

Je öfter du dich einfach hinsetzt und deinen Gedanken zu egal welchem Thema in Stichworten sammelst und notierst desto besser. Selbst wenn du schreibst, dass dir nichts einfällt und dich das in den Wahnsinn treibt. Wie treibt es dich in den Wahnsinn?… Alle diese kleinen Text-Versatzstücke bzw. Jungpflanzen werden voll Formulierungen und Ideen für Geschichten sein.

Pflänzchen wird zur Pflanze

Nach einiger Zeit setzt dich hin, hol dir deine Notizen raus und mache aus den Notizen kleine Texte. Wieder sind Fragen wichtig. Hinterfrage warum du dir die Notizen gemacht hast? Was hat dich interessiert? Wieso genau das? Was ist vor und nach der Beobachtung passiert? Völlig egal was du fragst oder schreibst, mach einfach weiter. Lass dich einfach führen egal wohin dich die Fragen führen. Versuche nicht krampfhaft eine strukturierte Geschichte zu schreiben. Geh vorwärts, geh rückwärts, ändere die Richtung, aber schreib. Schreib schnell. Lass deine innere Stimme, deinen Korrektor und deinen Schweinehund nicht zu Wort kommen. Grammatik, Rechtschreibung, Formatierung, alles ist egal. Die Regel ist: Es kann nie zu viel Text werden. Masse ist dein bester Freund. Arbeite so deine Notizen auf und du wirst überrascht sein, wie viel Material plötzlich entsteht.

Die Magie unseres Gehirns und der Kreativität

Aus all diesen Texten wird dann plötzlich irgendeine Geschichte oder auch ein Gag auftauchen. Es geht gar nicht anders. Unser Gehirn ist trainiert Fakten, Daten und Inhalte zu sortieren, sie sinnvoll zu verbinden und eine zusammenhängende Geschichte daraus zu machen. Durch die permanente Fütterung mit deinen Ideen, Gedanken und Texten wird dein Gehirn immer mehr versuchen irgendeinen Sinn darin zu finden. Und plötzlich findet es ihn auch, weil wir dieses wundervolle Werkzeug Kreativität in uns haben. Und das ist der Moment, wo wir die Idee für eine tolle Pointe oder eine fesselnde Geschichte plötzlich klar vor uns sehen. Und jetzt sind wir am Ende unseres Prozesses, bzw. Weges, angekommen. Da wollten wir hin.

Das Tolle an dem Weg ist, dass er immer wieder eine neue Quelle für andere Ideen sein kann. Neue Fragen führen uns zu neuen Abzweigungen und Zielen. Deshalb solltest du alle Notizen zumindest speichern und mit irgendeinem System ablegen. Toll wenn du sie zumindest grob irgendwelchen Überthemen zuordnen kannst. Wenn du nach Monaten wieder einmal drüber liest, werden dir dabei wieder viele neue Ideen kommen.

Das Geheimnis der Ideenfindung

Das ist das Geheimnis. Notiere deine Gedanken, Eindrücke und Erlebnisse in Stichworten (immer, egal wo und so schnell wie möglich), bau sie zu kleinen Texten und Geschichten, bzw. Gedankenketten, aus und lass dich von ihnen zu großen Geschichten inspirieren. So sollte es klappen.

 

Der Beginn

Überleitungen – Hinweisschilder für das Publikum

Überleitungen und HinweiseEin erfolgreicher Vortrag besteht aus guten Argumenten, guten und unterhaltsamen Formulierungen, perfekten Überleitungen und einer glasklaren Struktur. Wenn das Publikum immer das Gefühl hat überall mitzukommen, jeden Punkt zu verstehen und auch richtig zu gewichten, dann wird ihnen deine Präsentation positiv in Erinnerung bleiben. Deshalb ist eine klare Struktur bei einem Vortrag so wichtig.

Wegweiser und Hinweisschilder für das Publikum

Während sich die Struktur oft aus dem Thema und den Inhalten ergibt, gibt es großartige Überleitungen und Formulierungen, um die Struktur einer Rede auch noch einmal herauszustreichen und zu unterstützen. Es ist oft sehr sinnvoll mit bestimmten Formulierungen Wegweiser für die ZuhörerInnen aufzustellen, die ihnen die Orientierung erleichtern. Das Schöne ist, dass man diese Formulierungen immer genau so nutzen kann, wenn man sie einmal richtig beherrscht. Richtig eingesetzt verpassen sie jeder Art von Vortrag eine Aura von “gut formuliert” und perfekt strukturiert.

Überleitung zum nächsten Punkt bzw. Thema

Sobald man von einem wichtigen Punkt in einem Vortrag zum nächsten wechselt sollte man das immer ankündigen:

Ich komme nun zum nächsten Punkt…

Als nächstes möchte ich über Erziehung sprechen…

Ein weiterer Aspekt ist….

Kompletter Themenwechsel

Um Verwirrung bei den ZuhörerInnen zu vermeiden, sollte man einen kompletten Themenwechsel klar ankündigen. Am besten mit:

Wenden wir uns nun einem völlig anderen Thema zu….

Auf der anderen Seite steht natürlich….

Wenn es um weitere Details geht

Nicht immer kann man einen Punkt mit ein paar Sätzen erläutern. Man muss ins Detail gehen. Auch das sollte man ankündigen:

Sehen wir uns die Sache im Detail an…

Bei diesem Thema muss man einige Details (Kleinigkeiten, Fakten, Zahlen…) beachten…

Hier müssen wir auch unter die Oberfläche schauen…

Folgende Faktoren müssen wir dazu beachten….

Vom Thema abschweifen

Es kann vorkommen, dass man (auch geplant) das enge Korsett eines vorgegebenen Themas oder einer Struktur verlassen muss oder möchte. Um z.B. für etwas Auflockerung zu sorgen, um auf etwas zu reagieren oder einfach ein Anekdote zu erzählen. Die Abzweigung muss für die ZuhörerInnen aber klar ausgeschildert sein:

Ich schweife hier jetzt mal kurz ab…

Ich möchte kurz ein völlig anderes Thema ansprechen…

Obwohl es nicht direkt mit Wien zusammenhängt, möchte ich jetzt hier kurz anmerken…

Der Callback oder die Referenz zu einem früheren Punkt

Wir können nicht davon ausgehen, dass alle immer gebannt zugehört haben und alle Punkte der Rede im Kopf abrufbar halten. Es wäre schön, bei Comedy sollte es so sein, aber bei Vorträgen und Präsentationen sollte man Callbacks und Referenzen klar kennzeichnen:

Ich möchte kurz auf mein vorheriges Argument zurückkommen…

Wie ich zu Beginn meines Vortrages schon gesagt habe…

Ich möchte auf das Statement meines Vorredners Bezug nehmen…

Wie ich in meiner Einleitung schon gesagt habe…

Thema, Argument und Punkt zusammenfassen

Wenn du ein besonders komplexes Argument, eine vielschichtige Sichtweise oder kompliziertes Thema angesprochen hast, dann solltest du es gleich danach noch einmal zusammenfassend abschließen. Das gilt auch, wenn du dich z.B. auf die Argumente einer Vorrednerin oder eines Vorredners beziehst:

In wenigen Worten könnte man also sagen…

Kurz gesagt…

Einfach formuliert…

Man könnte es auf diese zusammenfassende Formel bringen…

Wiederholung der Hauptargumente und -punkte des Vortrags

Am Ende deines Vortrags musst du die wichtigsten Argumente und Punkte deiner Präsentation zusammenfassen. Diese Zusammenfassung musst du unbedingt ankündigen, denn das signalisiert den ZuhörerInnen: »Selbst wenn du jetzt nicht immer konzentriert zugehört hast, du bekommt jetzt das Executive Summary meiner Rede geliefert. Also konzentriere dich!«:

Ich möchte also meine Argumente wie folgt zusammenfassen…

Ich rekapituliere also….

Ich möchte kurz noch einmal meine Bedenken klar formulieren…

Zusammenfassend sehe ich somit drei Hauptargumente für….

Hier ist jetzt Schluss

Ganz wichtig ist die klare Ankündigung des Redeendes. Wenn du das gut hinbekommst wird jede Präsentation auf einer positiven Note zu Ende gehen. Wenn die Leute genau wissen wann Schluss ist, dann wissen sie auch wann sie applaudieren sollen. Unter professionellen RednerInnen in den USA z.B. ist es verpönt am Ende einer Rede so Floskeln wie »Danke«, »Danke für ihre Aufmerksamkeit«, etc. zu sagen. Sie sagen zu Recht, dass eigentlich das Publikum dankbar für die Rede sein sollte. Allerdings klappt das nur, wenn das Publikum die Struktur der Rede verstanden und damit auch sicher einschätzen kann, wann die Rede zu Ende ist. Wenn das gut gemacht wird, dann wissen sie auch wann zu applaudieren ist, ohne durch ein »Danke« darauf hingewiesen zu werden.

Ich schließe mit folgendem Zitat…

Zum Abschluss möchte ich ihnen diesen Gedanken (Denkanstoss) mitgeben…

Mir bleibt eigentlich nur mehr eins zu sagen….

Ich verabschiede mich mit einem geflügelten Wort (Zitat, Aufruf…)

 

5 Punkte Checkliste: Kommt meine Botschaft beim Publikum an?

Botschaft an das Publikum

Eines wird nie passieren: dass alle im Publikum deine Botschaft im selben Moment verstehen, verarbeiten und bewerten. Trotzdem ist das Ziel jeder Rede, jedes Vortrags und jeder Präsentation, dass die ZuhörerInnen deine Hauptbotschaft mitnehmen. Deshalb ist es so ungeheuer wichtig, dass du während deines Auftritts immer wieder überprüfst, ob dir noch die nötige Aufmerksamkeit von Seiten des Publikums geschenkt wird. Einige ZuhörerInnen werden vielleicht nicht mit allen deinen Thesen einverstanden sein, einige werden vielleicht mit keinem einzigen deiner Punkte übereinstimmen. Manche werden Teile unterstützen und andere Gedanken ablehnen. Aber alle diese Entscheidungen kann ein Publikum nur fällen, wenn es deine Botschaft grundsätzlich verstanden hat. Ohne dass sie sie verstehen, macht ein weiterer Dialog keinen Sinn. Und nur wenn du das Publikum aufmerksam beobachtest und seine Signale richtig interpretierst, kannst du abschätzen wie sehr du durchdringst.

Setze deinen Hausverstand ein

Die nachfolgenden Tipps sind so genannte No na-Punkte. Dinge, die logisch, offensichtlich und leicht nachvollziehbar sind. Und dennoch, in der Aufregung vergisst und übersieht man oft die einfachsten und offensichtlichsten Sachen. Es ist deshalb immer gut auch völlig logische und einfache Grundregeln immer wieder durchzudenken, sich selbst daran zu erinnern und sie präsent zu halten.

Hier ist eine Checkliste mit Anzeichen und Werkzeugen um das Publikum bei der Stange zu halten

1. Sieh ihnen in die Augen

  • Wenn sie mit dir Augenkontakt halten, dann hören sie aufmerksam zu. Sie verarbeiten deine Aussagen und Ideen. Viel Augenkontakt ist natürlich ein sehr positives Signal. Scanne den Raum und beobachte ob in allen Bereichen des Zuschauerraums Augenkontakt vorhanden ist. Wenn nicht, könnte das ein Hinweis sein, dass du in bestimmten Bereichen akustisch nicht ausreichend zu verstehen bist.

2. Es steht ihnen ins Gesicht geschrieben

  • Verwirrung, Langeweile, Desinteresse, Interesse, Neugier und Freude sind Menschen leicht anzusehen. Das machst du täglich, egal ob im Büro oder im Privatleben. Nutze deinen Hausverstand und interpretiere die Gesichter.

  • Kopfnicken signalisiert Zustimmung, Kopfschütteln signalisiert Ablehnung. Beides sind gute Signale. Offensichtlich wirst du verstanden und deine Botschaft verarbeitet. Du hast zumindest die Aufmerksamkeit der ZuhörerInnen.

  • Gähnen, Schnarchen, Speichelfluss aus den Mundecken sind natürlich keine guten Signale. Sie können auch von Schlafmangel, Übermüdung und einer langen Nacht zeugen. Allerdings nur, wenn es sich um ein oder zwei Einzelfälle im Publikum handelt. Wenn zwei Drittel des Publikums gemütlich vor sich hin schnarchen, dann bist du verloren.

3. Beobachte die Körpersprache des Publikums

  • So wie bei dir als RednerIn selbst, verrät uns die Körpersprache auch viel über unser Publikum. Leicht vorgebeugt sitzend, signalisiert Interesse und Aufmerksamkeit.

  • Im Sessel lümmelnd ist ziemlich sicher kein gutes Signal. Die Position ist eher ein Indikator für Langeweile und Desinteresse.

  • Verschränkte Arme sind kein schlechtes Signal. Sie signalisieren Ablehnung, Verteidigung und Nicht-Übereinstimmung, sie bestätigen aber Aufmerksamkeit und Verarbeitung deiner Argumente und Ideen.

4. Fragen ob sie verstanden haben

  • Es ist völlig in Ordnung nachzufragen. Fragen wie: »War das verständlich?« oder »Können mir alle folgen?« sind wichtige Werkzeuge. Sie sind ein weiterer Weg um zu prüfen, ob das Publikum deine Botschaften versteht.

  • Nach der Frage eine kurze Pause machen, um tatsächlich Fragen zu bekommen, wenn es welche gibt. Die Frage muss ernst gemeint sein und darf keine rhetorische Floskel sein.

5. Niemanden herausheben

  • Wenn du einer Person im Publikum offensichtlich anmerkst, dass sie den Faden oder das Interesse an deinen Ausführungen verloren hat, dann führe sie nicht vor. Stell die einzelne Person nicht ins Schaufenster. Sprich auf keinen Fall nur diese eine Person an. Es könnte ihr unangenehm und peinlich sein. Sei dir bewusst, dass wenn es diese eine Person nicht verstanden hat, dann gibt es sicher auch noch andere im Publikum, denen es genauso geht.

  • Erkenne das Signal und versuche die ZuhörerInnen wieder ins Boot zu holen. Manchmal müssen Dinge einfach wiederholt werden, manchmal erklärt man etwas noch einmal in anderen Worten. Menschen hören und verstehen jeweils auf ihre eigene individuelle Art. Obwohl du es natürlich nie wirklich allen und jeden in jedem Moment recht machen kannst, versuche möglichst viele am gemeinsamen Weg zu halten.

 

Lustige Rede

Anleitung zur lustigen Rede – Recherche und Zeitreise garantieren Lacher

Lustige Rede

Google Analytics ist eine tolle Sache. Dank der Daten und Zahlen die das Tool liefert kann ich immer wieder sehen, welche Themen für die BesucherInnen auf meinem kleinen Blog interessant sind. In den letzten Monaten sind – unter anderen – immer wieder die Begriffe »Jubiläum, Firmenjubiläum, Pensionierung, MiterbeiterInnen-Verabschiedung, etc.« im Zusammenhang mit »lustig, komisch, unterhaltsam, Rede, etc.« gesucht worden. Hier gibt es offenbar einen Bedarf an Informationen und das kann ich natürlich nur als Auftrag für einen Beitrag zu diesem Thema verstehen. Hier kommen jetzt also meine Tipps zu dem Thema: Anleitung zur lustigen Rede.

Grundsätzlich habe ich diese Serie in vier Teile aufgeteilt:

Welch Überraschung. Los geht’s mit dem ersten Teil.

Recherche hilft immer

Gleich vorweg, um alle Ängste zu zerstreuen: Man kann auch sehr lustige und unterhaltsame Reden, die auch noch persönlich wirken, halten, selbst wenn man kaum bis gar nicht vorab recherchiert. Die Pointen und Witze in einer Rede, kreativ formuliert und scheinbar personalisiert, können da ganze Arbeit leisten. Trotzdem wird jede Rede durch gute Recherche besser. Und es gilt auch: je besser recherchiert, desto lustiger und berührender für Publikum und Hauptfigur (Firma). Die Gründe dafür sind recht einfach.

Nur wenn ich vorab recherchiert habe, kann ich Fettnäpfchen vermeiden. Es gibt für jeden Menschen Themen, die aufgrund persönlicher Erlebnisse, Lebensbedingungen und Erfahrungen, für diese Menschen nicht lustig sein können – egal wie brillant die Pointe ist. Wer über Menschen spricht – z.B. bei Berufsjubiläen, Verabschiedungen in die Pension, etc. – muss wissen welche Themen unangenehm, verletzend und zu persönlich sein könnten. Das kann man nur mit guter Recherche vorab herausfinden. Nichts ist unangenehmer als schon zu Beginn in ein rhetorisches Fettnäpfchen zu treten (auch wenn es nicht bös gemeint war) und damit das Publikum in ein betretenes, peinlich berührtes und unangenehm schweigsames Etwas zu verwandeln.

Auf der anderen Seite haben KollegInnen, Chefs, etc. immer auch verborgene Seiten auf die sie eigentlich sehr stolz sind. Hobbys, die man ihnen auf den ersten Blick nicht zutraut, Vorlieben, Steckenpferde, und vieles mehr. Der Abteilungsleiter, der ein begeisterter Westernreiter ist, die Chefsekretärin die seit 20 Jahren den schwarzen Gürtel in Judo hat, etc. Alle diese »geheimen« Dinge sind großartiger Stoff für Unterhaltung und Pointen. Vor allem wenn sie zeigen, dass der Jubilar auch in anderen Lebensbereichen erfolgreich und menschlich ist. Natürlich immer in Maßen und vorab mit Freunden und Familien des Betroffenen abgeklärt, ob es ok ist darüber zu sprechen.

Gute Recherche ermöglicht es dem/der RednerIn auch viel mehr auf den Menschen selbst, seine/ihre Persönlichkeit und Menschlichkeit einzugehen. All das weckt Emotionen und bindet die ZuhörerInnen. Gerade wenn man versucht zu unterhalten sollte man sich einer Grundregel bewusst sein: Je emotionaler ein Thema, desto größer die Lacher bei einer Pointe.

Je mehr persönliche Dinge und Einzelheiten du über den Jubilar in Erfahrung bringst, desto besser. Dabei geht es nicht um intime Geheimnisse oder peinliche Momente. Nein, viel wichtiger und erfolgreicher sind Details die uns als ZuhörerInnen Vergangenheit, Charakter und Gewohnheiten der Hauptdarsteller zum Leben erwecken. Was für eine Schultasche hatten sie, wo waren die Sommerurlaube, Lieblingsstofftier, Lieblingsspielzeug, erste Sporterfahrungen, Kindergartenliebe, Spiele und Aktivitäten die schon früh auf Eigenschaften von heute hingewiesen haben, Sturheit, Lebhaftigkeit, Essens- und Schlafgewohnheiten, Ordnungssinn, Geschmack bei Musik, Kleidung, Freunden, etc.? Beispiele:

  • Lieblingsjacke

  • Big Jim oder Barbie-Puppe

  • Fahrradkollisionen

  • Duschangst…

Versuche solche Details aus allen Lebensabschnitten bis zum Tag des Jubiläums oder der Pensionierung zu finden. Setze sie in einen gesellschaftlichen und historischen Zusammenhang. Entführe das Publikum auf eine kleine Gedanken- und Zeitreise bei der sie sich selbst – aber auch viele im Publikum – an ihre erste Schultasche, Schularbeitenschummelei und vieles mehr erinnern.

Die Zeitreise – garantierte Lacher

Wir Menschen lieben es über die »gute alte Zeit« zu sprechen und zu lachen. Kleine Zeitreisen gemeinsam mit den ZuhörerInnen sind ein garantierter Weg um Lacher zu bekommen. Gerade Jubiläen, Pensionierungen und Verabschiedungen eignen sich dafür hervorragend. Die Zeitreise eignet sich nicht nur als punktueller Pointenlieferant, nein, sie kann auch ein großartig unterhaltender roter Faden für die ganze Rede sein. Und das beste an der Zeitreise ist, dass sie so einfach zu recherchieren und gefahrlos einzusetzen ist.

Einfach Jahreszahlen, Jahrzehnte auswählen und im Internet, Chroniken oder der in den eigenen Erinnerung kramen, was damals alles wirklich cool, aufregend, sensationell oder eben noch nicht vorhanden war. Alle Themen sind gut und werden für Unterhaltung sorgen. Warum, weil wir alle auf dieser Reise gemeinsam sind. Das heißt, alle im Publikum werden zu jedem Thema persönlichen Bezug und auch emotionale Empfindungen haben. Und selbst die im Publikum, die für vieles zu jung waren, werden über die absurden Dinge der Vergangenheit lachen. Themen gibt es immer genug. Garantiert: Wohnungs- und Büroeinrichtungen, Tapeten, TV-Geräte, Küchen, Autos, Telefone, Telex, Musik, Mode, Währungen, Grenzkontrollen, Tourismus, Fernreisen, etc.

Vergleiche mit alltäglichen Dingen von heute funktionieren immer. Kleines Beispiel ohne viel darüber nachgedacht zu haben:

Mein einziges Navi war damals meine Freundin/Frau. Da konntest du nicht zwischen verschiedenen Stimmen wählen. Die hat sich damals nur kurz vor Unfällen dramatisch verändert. Das Kartenmaterial war auch nicht sehr zuverlässig. Wir haben so viele fremde Kulturen und Orte besucht. Oft völlig überraschend. Aber mit so einem Navi konnte man wenigstens noch diskutieren, streiten und dann Versöhnungssex haben…«.

Solche Vergleiche gehen in fast allen Themenbereichen: Telekommunikation, Taschenrechner, Computer, Haushaltsgeräten, etc.

Die Zeitreise ist das beste Werkzeug um eine Rede zu einem unterhaltsamen Höhepunkt zu machen. Sie bindet die ZuhörerInnen, regt ihre Fantasie und Kopfkino an und versetzt sie in eine emotional-fröhliche Stimmung. Je nach Alter des/der RednerIn ist sie einfach vorzubereiten, denn die persönlichen Erinnerungen sind eine inspirierende Quelle an lustigen Erfahrungen und Fakten. Die Zeitreise eignet sich zudem auch noch wunderbar um einer Rede einen roten Faden mit Beginn, Mittelteil und Schluss zu geben. Nutze sie.

Anleitung zur lustigen Rede – der gute alte Witz

Anleitung zur lustigen Rede – eigene Pointen und Gags

Anleitung zur lustigen Rede – Showtime

Angst, die uns durchschnittlich macht.

Anleitung zur lustigen Rede – der gute alte Witz

lustigen Rede

Und weiter geht es. Im ersten Teil dieser kleinen Serie “Anleitung zur lustigen Rede” habe ich über Recherche und das tolle Werkzeug Zeitreise geschrieben, um eine lustige Rede vorzubereiten. Heute geht es um Witze. Ja, gute, zum Teil auch alte, Witze, die aber trotzdem für jede komische Rede ein wunderbarer Grundbaustein sein können.

Besorg dir ein Witzbuch

Die große Mehrzahl witziger und lustiger Reden ist in Wahrheit sehr oft eine kreative und schlaue Aneinanderreihung von mehr oder weniger bekannten Witzen. Ganz ehrlich, auch viele Comedy- und Kabarettprogramme bestehen in Teilen aus genau solchen Witzen. Und jeder Comedian bzw. Kabarettist, der das für sich abstreitet, lügt. Die Frage ist immer nur, woher die Witze bekommen und vor allem solche Witze, die eben nicht alle kennen?

Internet – Das Internet ist, so wie für alles andere, auch eine riesige Quelle für Witze. Aber Achtung, wenn du sie findest (vielleicht auch noch schnell), dann finden sie auch andere oder haben sie gar schon als Email bekommen. Deshalb rate ich vom Internet eher ab. Außer du bist gut in einer anderen Sprache. Wenn dein Englisch gut genug ist, hol dir englische Witze z.B. aus Australien und übersetze sie. Die kannst du sicher ohne große Angst verwenden. Suche einfach nach “Jokes” oder Witzen aus bestimmten Themenbereichen (Banking, Kids, Family, Seniors, Business, etc.)

Witzbuch – Witzbücher sind gute Quellen. Vor allem ganz alte Witzbücher, denn die Witze in diesen alten Werken haben Jüngere oft noch nicht gehört. Die sind auch nicht so oft im Internet. Nimm aber nicht einfach das erste Witzbuch, das in jedem Thalia vorne im Regal steht. Das kennen sicher viele. Auch da empfehle ich auf Bücher in anderen Sprachen auszuweichen. Klassiker sind die so genannten Pub-Jokes-Bücher, wie z.B. The Best Pub Joke Book Ever! Nr. 5. Wie der Titel schon andeutet, gibt es da eine ganze Serie davon. Für viele Comedians eine Quelle an Ideen, Inspiration und auch Material. Bücher kann ich nur empfehlen und da findet man dann Witze für viele Situationen im Leben.

Witze umarbeiten

Jetzt wo du deine Witzequelle hoffentlich gefunden hast stellt sich die Frage: Welche Witze auswählen und wie sie für die Jubiläumsrede verwenden?

*Alle Themen können passen** – Fast alle Witzbücher sind nach Themenbereichen gegliedert. Du kannst also einfach suchen, ob es brauchbares Material z.B. zu den Themen »Büro, Verabschiedung, Pension, Hobbys, Alter, etc.« zu finden gibt. Aber mit ein wenig Kreativität wirst du schnell merken, dass auch viele Witze zu völlig anderen Themen lustig sind und in deiner speziellen Rede verwendet werden können. Es liegt nur an deiner Fähigkeit sie elegant einzubauen.

Verknüpfe die Themen der Witze mit der Lebensgeschichte und dem beruflichen Werdegangs des/der Geehrten. Oft kann man Witze auch mit der Geschichte von Unternehmen verweben. Wenn in einem Witz aus einem Buch über Telex oder Fax gesprochen wird, dann verknüpfe sie mit Details aus dem beruflichen oder persönlichen (abhängig von der Qualität deiner Vorab-Recherche) Leben des/der MitarbeiterIn zu dieser Zeit. Genauso funktioniert es, wenn der Witz z.B. auf einem Wählscheibentelefon basiert. Unternehmen mit langjähriger Tradition haben auch eine Zeitreise hinter sich gebracht. Sprich von den alten Zeiten und was der Kollege damals alles im Vertrieb hätte erreichen können, wenn er mit einem Wählscheibentelefon schon SMS schicken hätte können? Schon dieser Ausflug, der eigentlich nur dazu da ist das Wählscheibentelefon für einen Witz elegant in die Jubiläumsrede einzuführen, sorgt für Lacher.

Früher hat es in Clubs Tischtelefone gegeben, heute gibt es Smart-Phones und Facebook. Und trotzdem kann der Witz über das Tischtelefon großartig funktionieren, wenn er mit einem Detail aus dem Leben des Geehrten oder dessen KollegInnen verknüpft wird.

Die Verknüpfung mit persönlichen Details aus dem Leben der anwesenden Personen täuscht das Publikum darüber hinweg, dass die Geschichte mit der Pointe eigentlich nur ein Witz über ein Fax, ein Telex oder eben ein Wählscheibentelefon ist. Fast jeder Witz aus vergangenen Tagen und zu jedem Thema kann so ein wenig adaptiert, clever eingeleitet und runderneuert wieder großartig funktionieren.

Das war eine aufregende Zeit, als wir unser erstes Fax im Unternehmen installiert haben. Der Senior-Chef war damals so stolz, denn damit hatte er eines der ersten Faxgeräte die es gab. Unser Kollege Huber war damals ehrlich gesagt ein wenig genervt. Wann immer der Senior-Chef ein Fax geschickt hat rief er gleich danach beim Hr. Huber an und sagte: »Aber schicken sie es mir zurück, das war meine einzige Kopie.«

Geographische Nähe – Wenn ein Witz in einem Supermarkt spielt, dann spielt er in deiner Rede ab sofort in dem Aldi um die Ecke, in den du und alle KollegInnen gehen um Kleinigkeiten oder Jausen zu besorgen. Das Gleiche gilt für Theater, Kino, Restaurant, Einkaufszentren, etc. Jede Location eines Witzes kann so umgelegt werden, dass der Witz genau dort spielt, wo die Mehrheit der ZuhörerInnen, deren Familien oder du selbst schon warst.

So wird der Ort auch in deiner Vorstellungskraft lebendig und du kannst ihn viel überzeugender und lebhafter beschreiben. Plötzlich erzählst du nicht von irgendeiner Bar in einem alten Witz, du erzählst und beschreibst vielleicht das Lokal, in dem alle aus der Firma gerne nach Feierabend einen trinken. Der Witz spielt jetzt dort. Das bindet das Publikum und tarnt den alten Witz. Wenn der Witz in einem Flugzeug spielt, dann ist es das Flugzeug mit dem alle zum Firmenausflug geflogen sind. Lass den alten Witz im hier und jetzt lebendig werden.

Personalisiere den Witz – Wenn es im Witz um irgendeinen Mann, irgendeine Frau oder Männer und Frauen im allgemeinen geht, dann personalisiere den Witz. In deiner Version geht es immer um ehemalige oder jetzige KollegInnen, MitarbeiterInnen von Konkurrenzfirmen, den Abteilungsleiter, dich, deinen besten Freund, deine Frau, deinen verrückten Onkel Toni oder deine Tochter Bernadette. Immer wenn Personen im Witz vorkommen, mach sie zu realen Personen, die du und die ZuhörerInnen kennen könnten oder sogar wirklich kennen.

Wenn Hauptpersonen eines Witzes etwas wirklich Peinliches machen, dann erzähle es je nach Thema so, als hättest du das selbst, oder vielleicht ein nicht beliebter Mitarbeiter, oder ein Mitarbeiter eines Konkurrenten gemacht von dem eh alle wissen, dass er immer Blödsinn macht. Je näher an einer bestimmten Person, je peinlicher (nicht in einem bösartigen Sinn) für die Person, desto größer die Lacher.

Streiche alle Allgemeinbeschreibungen von Personen aus dem Witz und personalisiere sie. Gib ihnen Namen, Charaktereigenschaften oder ein paar Details ihres Aussehens oder Angewohnheiten. Wenn du das machst, werden nur mehr Wenige im Publikum das Gefühl bekommen, dass du einen alten Witz erzählst. Sie werden in deine Welt gezogen, in der die Menschen von denen du sprichst real leben. Wenn du glaubhaft darstellst, dass du über Menschen sprichst die es wirklich gibt, die du kennst, mit denen du lebst, arbeitest oder die du gar selbst bist, dann wird die Geschichte glaubhaft. Dann wird keiner mehr vermuten, dass die Story ein alter Witz ist.

Es geht nicht um die Wahrheit – Deine Rede soll unterhalten. Natürlich sollst du nicht ein riesiges Lügengebäude aufziehen, aber man kann die Wahrheit in so einer Situation strecken, dekorieren und ein wenig nostalgisch verklären. Vor allem wenn du über KollegInnen, Konkurrenten oder auch andere Unternehmen sprichst. Niemand wird aufspringen und sagen: »Das war gar nicht so!« Selbst die Einbindung kleiner Unwahrheiten, um einen genialen Witz oder eine grandiose Pointe unterzubringen, kann man geschickt tarnen und maskieren. Nutze einfach Formulierungen wie:

Daran kann er/sie sich sicher nicht mehr erinnern…

Bei meiner Recherche habe ich bemerkt, dass das Ereignis aus der kollektiven Erinnerung gestrichen wurde…

Georg war bekannt für seine Erinnerungslücken nach besonders lustigen Abenden und deshalb wird er behaupten es sei nicht wahr, aber…

Verknüpfe die Witze mit (d)einer Zeitreise – roter Faden

Damit das Publikum nicht das Gefühl bekommt du spulst nur einen Witz nach dem anderen ab, musst du den Anschein eines roten Fadens, der sich durch deinen ganzen Auftritt zieht, wecken. Je nach Anlass bietet sich vielleicht eine zeitliche Anordnung oder anderes an: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft oder Ausbildung, Aufstieg, Karrierehöhepunkt, Gründung, Wachstum, Heute/Zukunft etc.

Alles was du jetzt noch tun musst, ist kleine Überleitungen schreiben, die dich charmant von der Ausbildung zum ersten Job und dann zum Karrierehöhepunkt und der heutigen Feier bringen. Zu jedem dieser Zeitabschnitte kannst du jeweils wieder eine Sammlung an Witzen und Pointen abfeuern. Wenn du die paar Überleitungen hinbekommst, wird das Publikum das Gefühl haben, eine zusammenhängende Geschichte gehört zu haben.

Anleitung zur lustigen Rede – Recherche und Zeitreise

Anleitung zur lustigen Rede – eigene Pointen und Gags

Anleitung zur lustigen Rede – Showtime